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#1

Maßnahmen ohne Rücksicht auf Bildung und Ausbildung

in Thema Hartz IV 19.02.2012 21:31
von Freedom • 5.073 Beiträge

Ich möchte in diesem Thread einmal etwas ansprechen, das sicher auch jeden stört, der einmal über die ARGE an einer Weiterbildungsmaßnahme, einem Bewerbungstraining, einer Beschäftigungsmaßnahme oder sonstwas teilgenommen hat.

Es werden wirklich ohne zu überlegen, ob diese Menschen von ihrer Schulbildung, Ausbildung oder ihrem sozialen Hintergrund zusammen passen könnten, planlos Menschen in solchen Maßnahmen zusammen gesteckt. Es wird auch keine Rücksicht darauf genommen, ob einige davon vorbestraft, drogensüchtig, alkoholabhängig oder sonstwas sind oder sich schlicht und ergreifend in keiner Weise wie normale Menschen benehmen können. Es achtet auch keiner darauf, Menschen, die noch so viel Motivation haben, egal was man ihnen vorsetzt, willig mitzumachen, mit solchen zu konfrontieren, die eine komplette Null-Bock-Haltung haben und ununterbrochen stören.

Da steckt man Leute, die jahrelang studiert haben und hochqualifizierte Jobs ausgeübt haben gemeinsam mit Sonderschülern in eine Maßnahme, die noch nicht einmal lesen und schreiben können, und das Schlimme daran ist, dass sich das Niveau der Fortbildung dann auch leider nach denen richtet, die sowieso in ihrem Leben noch nichts gelernt haben und vermutlich aufgrund mangelnder Intelligenz auch kaum noch etwas dazu lernen werden. Demotivierend ist es für beide Gruppen und die sozialen Differenzen werden durch sowas garantiert nicht besser, sondern schlimmer.

Wenn man versucht, als gebildeter Mensch Rücksicht auf ungebildete Menschen zu nehmen, dann führt das früher oder später dazu, dass Bemerkungen wie, sie könnten doch vieles, das Ergebnis bringt, da diese Menschen nicht begreifen können, was jemand mit Bildung eigentlich kann und ihnen voraus hat, dass sie sich auch noch haushoch überlegen fühlen ... und irgendwann reißt jedem Menschen der Geduldsfaden, auch einem mit einem abgeschlossenen Studium und es knallt dann fürchterlich.

So wird die Kluft zwischen gebildet und ungebildet nur größer.

Besonders krass ist es, wenn man gezwungen ist, als gebildete Frau monatelang mit Männern zusammen zu arbeiten, die kaum lesen und schreiben können .. deren Sprache und Art und Weise, Frauen als reine Sex-Objekte zu betrachten, unter aller Würde ist. Wenn man sich bemüht, das mit Vorsicht mitzumachen, irgendwann reicht es und die freundlichste und zurückhaltendste Frau flippt irgendwann aus und es knallt.

Ich frage mich, was sowas eigentlich soll.

Solche Maßnahmen kosten meistens viel Geld. Sie bringen keinen weiter. Man könnte dieses viele Geld sicher viel besser investieren, wenn man Menschen mit viel Bildung in ihrem erlernten Beruf fit machen würde, Menschen ohne Bildung unter ihresgleichen erstmal etwas beibringen, nämlich Grundlagen und Menschen, die süchtig sind, besser in eine Therapie schickt. Was man mit denen tun sollte, die zu nichts Lust haben, ich weiß es nicht. Sie mit Leuten, die etwas lernen oder tun möchten, zusammen zu zwingen ist jedenfalls ganz sicher keine gute Idee.

Sollte das jemand von ARGE oder Politik hier einmal lesen .. bitte denken Sie doch einmal über diese Argumente nach.

LG
Renate

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